Wer war St. Rochus?
St. Rochus ist der christliche Pestheilige schlechthin. Zuverlässige Nachrichten über sein Leben fehlen.
Die Legende Nach einer Legende aus dem 15. Jahrhundert wurde der Heilige Rochus in
der südfranzösischen Stadt Montpellier um 1295 als Sohn reicher Eltern
geboren. Mit 20 Jahren verlor er beide Eltern, schenkte sein Vermögen
den Armen und trat in den Dritten Orden des heiligen Franz von Assisi
ein (Franziskaner).
Im Jahr 1317 pilgerte er nach Rom. Unterwegs half er bei der Pflege von
Pestkranken. Dabei zeigte sich seine Gabe, Pestkranke allein durch
Kreuzzeichen wundersam heilen zu können. In Rom heilte er viele
Menschen, darunter einen Kardinal, dennoch blieb er arm und ohne
Ansehen.
Auf der Rückreise soll er 1322 zu Piacenza selbst von der verheerenden
Seuche befallen worden sein. Im Spital nicht geduldet, zog er sich in
eine Hütte des nahen Waldes zurück. Da erschien ein Engel zu seiner
Pflege und der Hund eines benachbarten Edelmannes brachte dem einsamen,
kranken Rochus Brot und bewahrte ihn vor dem Hungertod.
Im Jahr 1322 kehrte er, auf wundersame Weise geheilt, in seine
Heimatstadt zurück. Man vermutete, er sei ein Spion. Demütig wie immer
verschwieg er seine wahre Identität. |
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Er wurde eingekerkert und starb am
16. August 1327 im Gefängnis. Erst dann wurde er an dem kreuzförmigen
Muttermal auf seiner Brust erkannt, das seit seiner Geburt immer größer
und schöner geworden war. In Dieburg Der heilige Rochus wird in Dieburg sehr verehrt. Als Mitte des 17.
Jahrhunderts wieder einmal die Pest wütete, riefen die Dieburger den
heiligen Rochus um Beistand an und gelobten, seinen Namenstag, den 16.
August, als Buß- und Fasttag zu begehen. Die Pest verschonte Dieburg,
während sie in den Nachbargemeinden grassierte. In Dieburg gilt der
Rochus Tag auch heute noch als ein besonderer Feiertag. |
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